Herzlich willkommen

Ewigkeitssonntag - Predigtmeditation

Gott segne unser Reden und unser Hören

„Wenn ich nicht predigen kann, werde ich den Menschen das Reich Gottes auf andere Art verkündigen“, schreibt der Prediger und lebenslange Christ Vincent van Gogh in einem seiner Briefe, und malt 1888 das Bild vom Sämann vor untergehender Sonne.

Dunkel der Baum, der das Bild teilt. Knochig steht er im Weg, Äste abgeschnitten. Ein paar dünne Sprösslinge mit wenigen roten Blättern.

Dunkel kennen wir. Bedrohlich und groß neigt sie sich auch in unser Leben, immer wieder, heute vielleicht besonders.

Verlust mag die Ursache sein. Dem Baum fehlt es vielleicht an lebensspendendem Wasser, alleine steht er da auf weiter Flur.

Mit dem Verlust eines geliebten Menschen scheinen wir auch alleine da zu stehen.

Schmerz macht sich breit in einsamen Stunden, in erinnernden Momenten: Den Fluss, der neben uns fließt, scheint für unsere Wurzeln unerreichbar. Was kann Leben schenken? Kraft, Zuversicht, Hoffnung?

Auf einem Acker, in verschiedenen Farben gemalt, steht der Baum. Bemerkenswert vielseitig, die dunklen braun- und grau- Töne.

Ein Sämann trifft auf den Baum. Grau, dunkel, auch der Weg, auf dem er geht. Wie dunkel doch auch unsere Wege sind, wenn wir trauern, vermissen.

In sich gekehrt, der Sämann, ruhig, und doch voll bei der Sache. Seine große, rechte Hand wirft den Samen aus, er scheint zu wissen und zu können, was er tut: Er muss säen, um zu ernten. Es nutzt nicht, sich in den Häusern im Abseits zu verkriechen. Leben holt ihn ein. Ein grüner Spross in der linken Hand. Das Einatmen aus einer Kraftquelle?

Die Wiederkehr von Kommen und Gehen, von Leben und Sterben spiegeln sich in ihm. Auch sieht es so aus, als greife er nach irgendetwas, nach irgendjemandem!? Ja, auf die Zukunft weist seine rechte Hand. Nach vorne, dahin, wohin es den Sämann treibt. Noch ganz bei sich, gezeichnet durch den Schatten des verknöcherten Baumes und des dunklen Weges.

Ein Grünstreifen säumt das Ufer des Flusses, im Übergang zu den dunklen Feldern. Der Spross in der Hand des Sämanns,- eine Knospe des Gedeihens? Des Stärkenden? Des Mut- machenden? Wegzehrung vielleicht? Oder Erinnerung: Es gibt Leben. Verlockung zum Leben?

 

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. 

Offenbarung 21,6 (L)

Gemächlich zieht der Fluss, ohne großen Tumult, ohne, dass Gefahr von ihm ausgeht. Er ist da, Weggenosse, vielleicht Wegweiser, und er hat alle Zeit der Welt.

Vielleicht hat der gebeugte Sämann seine Einladung angenommen: Sich zu stärken. Mit Wasser, das zum Leben hilft.

Und hat, behutsam und in die Zukunft blickend, sich, in allem Dunkel und in allen Herausforderungen, gestärkt. Hat ein zartes Pflänzchen mitgenommen für seine Seele, die ihm immer wieder vor Augen führt: Es gibt mehr als das Dunkel, in dem ich grade stehe. Es gibt Leben über alles Einschneidende und Schmerzhafte hinaus.

Zum Leben sind wir geschaffen, Leben ist uns geschenkt. Langsam und behutsam geht der Sämann seines Weges weiter. 

In all seinem umfangenem Dunkel ist der Sämann erleuchtet. Hinter ihm die wohlige, wärmende, große Sonne, die ihre Strahlen ausgiebig über den gesamten Horizont ergießt. -und über den Fluss und auf den Rücken des Sämanns. Sie nimmt Raum über das ganze Bild, über alle Bilder unseres Lebens. Stärkt und wärmt den Rücken, begleitet die Wege, beleuchtet die Zukunft.

Die Sonne, sie nimmt Raum im Kommen und im Gehen.

Unser Gott des Lebens ist ein Gott des unendlichen Lebens, mit vielen Wohnungen in seinem Haus.

Unsere geliebten Verstorbenen leben in einer anderen Wohnung,- das Haus ist und bleibt das gleiche.

Ob hier oder dort bleibt wertvoll und ewig, was in unserem Leben leuchtet.

Es ist gut sich den Rücken beleuchten und stärken zu lassen. Sich nicht blenden zu lassen im Dunkel, Wege im Schatten des Baumes, mit den wärmenden Strahlen unseres Gottes zu gehen, sich einladen zu lassen, anzunehmen, was uns am Wegesrand grünt.

Was geht weiter?

Was will wachsen?

In unserem Leben?

 

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. 

Offenbarung 21,6 (L)

Amen. 

Renate Weißenseel, Pfarrerin im Kirchenkreis Unna

Gottesdienste ... 

Wochenlang haben wir zu Hause, vor dem Fernseher oder im Internet Gottesdienste gefeiert. Das tun wir auch in Zukunft.

Menschen, die sich krank fühlen oder zur Risikogruppe gehören, bitten wir, weiterhin auf diese Möglichkeiten zuzugehen. Wir empfehlen das Wort zum Sonntag am Samstagabend nach den tagesthemen (ARD) und den Fernsehgottesdienst am Sonntag um 9.30 Uhr (ZDF). Auch lohnt sich immer wieder ein Blick auf die Homepage unserer Kirchenmusik.

... in Stadtkirche und Jona-Haus

Gleichzeitig beginnen wir wieder mit Gottesdiensten in der Stadtkirche mit max. 55. Personen (11 Uhr) und im Jona-Haus mit 25 Personen (9.30 Uhr). Die Termine sehen Sie hier auf der Seite.

Sie können sich darauf verlassen, dass wir verantwortungsvoll mit der wiedergewonnen Möglichkeit umgehen, sich in unseren Kirchen zum Gottesdienst zu versammeln. In Absprache mit Landeskirche und Gesundheitsamt haben wir ein Schutzkonzept erstellt.

Meldungen aus unserer Kirchengemeinde

Whatsapp Adventskalender

Ein Stern für Kinder

Graffiti Workshop am Jona-Haus

KiBiWo 2020 erfolgreich beendet

Christiane Medias ist neue Pfarrerin

Ökumenischer Gottesdienst im Bornekampfreibad

weitere Meldungen

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E-Mail: un-kg-unnadontospamme@gowaway.kk-ekvw.de

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Gottesdienste

Sonntag, 29.11.2020 09.30 Uhr
Gottesdienst

Unna: Jona-Haus Pfarrerin Barbara Dietrich

Sonntag, 29.11.2020 11.00 Uhr
Gottesdienst

Unna: Ev. Stadtkirche Unna Pfarrerin Barbara Dietrich

Dienstag, 1.12.2020 12.00 Uhr
Musik und Wort

Unna: Ev. Stadtkirche Unna Pfarrerin Barbara Dietrich