AUS DER GEMEINDE: UPDATE - Umstrukturierungen in der Kirchengemeinde

Kirchliches Leben auch in Zukunft ermöglichen

Ev. Kirchengemeinde Unna trennt sich von Jona-Haus

Vor der Frage, wie kirchliches Leben auch in Zukunft gestaltbar bleibt, stehen alle Gemeinden. Mit dem Sinken der Mitgliederzahlen nehmen auch die finanziellen Möglichkeiten ab. Auch an der Evangelischen Kirchengemeinde Unna geht diese Entwicklung nicht vorbei. Auch sie steht, wie alle Kirchengemeinden, daher vor der Frage, wie sie sich an die veränderte Situation anpassen kann – und das nicht nur mit Blick auf die Gegenwart, sondern auch mit Blick auf die Zukunft, in der die Arbeit einer Gemeinde von immer weniger Menschen getragen werden wird.

Insbesondere die hohen und weiter steigenden Kosten für Personal und Gebäude setzen die evangelische Kirchengemeinde in Unna unter Druck. Viele Gemeinden, auch in der direkten Nachbarschaft, haben darauf bereits reagiert und sich in beiden Bereichen kleiner gesetzt. In der Evangelischen Kirchengemeinde Unna wurden mit Blick auf das Personal in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Einsparungen vorgenommen. Weitere Reduzierungen der Ausgaben sind im Wesentlichen nur noch durch eine Anpassung der Gebäudestruktur zu erzielen.

Flächen und Räume, die für die Gemeindearbeit zur Verfügung stehen, müssen einerseits zum tatsächlichen Bedarf und andererseits in die finanzielle Wirklichkeit passen. Das Kleinerwerden an Mitgliedern und Ehrenamtlichen ist auch in den beiden Gemeindehäusern der Ev. Kirchengemeinde Unna deutlich zu spüren. Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Unna hat daher beschlossen, die Kräfte der Gemeinde zu bündeln und die Gemeindearbeit an einem Ort zu konzentrieren: in und an der Ev. Stadtkirche Unna.

Andreas Josefowitz, Vorsitzender des Presbyteriums dazu: „Der Weg dahin ist lang, muss aber jetzt begonnen werden. In den nächsten Jahren wird die Gemeindearbeit schrittweise zur Stadtkirche hin verlagert, um in rund 10 Jahren dann fast ganz in das ausstrahlungsstarke Gebäude einzuziehen.“ Dieser Prozess wird dauern und nicht einfach werden, da die denkmalgeschützte Kirche mit besonderer Sorgfalt zu behandeln ist. Jetzt schon aber muss sich das Presbyterium auf den Weg in die Zukunft machen, damit es auch in zehn, zwanzig und dreißig Jahren noch Räume und Möglichkeiten für eine lebendige Gemeindearbeit gibt.

Schweren Herzens hat das Presbyterium daher entschieden, die Gemeindearbeit zuerst aus dem Jona-Haus zurückzuziehen. Nach Ostern wird die obere Etage des Jona-Hauses geschlossen werden. Der Umzug der Jugendetage aus dem Jona-Haus ins Untergeschoss des Martin-Luther-Hauses wird nach den Sommerferien erfolgen. „Das ist für die Gemeinde und besonders für die Menschen, die sich im Jona-Haus zuhause fühlen, eine sehr traurige Nachricht: für die Kinder und Jugendlichen, für die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen und für alle, die das Haus mit viel Engagement planten, bauten, pflegten und viele Jahre mit Leben füllten“, beschreibt Pfarrerin Dr. Jula Well die schwierige Entscheidung und versichert: „Leichtfertig aber wird das Gebäude samt Gelände gewiss nicht abgegeben.“

Das Presbyterium will die Räume, die frei werden, nach Möglichkeit mit anderen, sozial wertvollen Inhalten gefüllt wissen. Daher ist das Presbyterium auch im Gespräch mit der Stadt. Auch für das Martin-Luther-Haus werden Kooperationen mit sozialen Angeboten angestrebt.

Mit der Verlagerung Gemeindearbeit in die Stadtmitte sind indes auch Hoffnungen verbunden: Die Innenstadt ist für die Menschen in der ganzen Region Unna mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Ein gut sichtbares Gemeindezentrum auf dem Kirchplatz soll in die Stadt und die Region hineinstrahlen. 

Die notwendigen Abschiede fallen nicht leicht, zugleich eröffnen sie neue Handlungsspielräume: Kooperationen knüpfen neue Netzwerke und können auch Menschen erreichen, die der Kirche nicht so nahestehen. Alles in allem dienen die Umstrukturierungen dem Erhalt der Arbeitsschwerpunkte der Ev. Kirchengemeinde Unna. Die Zukunftsplanungen haben zum Ziel, dass die Ev. Kirchengemeinden weiterhin und verlässlich diakonische Angebote und eine einladende und offene Kinder- und Jugendarbeit anbieten kann. Ebenso soll es weiterhin eine bunte Gottesdienstkultur, eine lebendige Kirchenmusikarbeit und die Arbeit der Offenen Stadtkirche geben. 

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Text: Anfang Februar 2024 / Dietrich Schneider in Zusammenarbeit mit dem Presbyterium

 

 

 

 

Die Ev. Kirchengemeinde Unna ist aus finanziellen Gründen gezwungen, sich deutlich kleiner zu setzen. Nachdem in den letzten Jahren erhebliche Einsparungen im Personalbereich vorgenommen wurden, ist nun auch eine Umstrukturierung im Bereich der gemeindlichen Gebäude unumgänglich geworden. Beide Gemeindehäuser (in der Innenstadt und Gartenvorstadt) sind davon betroffen.  

Daher wird der Betrieb im Erdgeschoss des Jona-Hauses (Gartenvorstadt) nach Ostern 2024 eingestellt. Dazu hat sich das Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Unna schweren Herzens entschieden. Die Kinder- und Jugendarbeit wird bis Sommer 2024 im Kellergeschoss Jona-Haus fortgeführt, damit ein vernünftiger Übergang ins Martin-Luther-Haus (Innenstadt) vorbereitet werden kann. Für alle bestehenden Gruppen und Kreise, die sich im Jona-Haus treffen, wird es Räumlichkeiten im Martin-Luther-Haus geben. „Die Arbeit wird fortgeführt“, so das Presbyterium der Gemeinde. Es soll ein lebendiges Gemeindezentrum am Kirchplatz entstehen, das in die Stadt und die Region hinein strahlt. 

Durch die massiven Veränderungen in der Evangelischen Kirche sind darüber hinaus weitere Anpassungen in der Gebäudestruktur erforderlich. Daher wird auch eine Reduzierung der genutzten Flächen im Martin-Luther-Haus angestrebt. Auf lange Sicht wird die Ev. Stadtkirche der Hauptstandort der Gemeindearbeit sein.

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Text: Mitte Januar 2024 aus dem Presbyterium

 

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Freitag, 23.02.2024 17.00 Uhr
Interreligiöses Friedensgebet

Unna: Ev. Stadtkirche Unna

Sonntag, 25.02.2024 09.30 Uhr
Gottesdienst

Unna: Jona-Haus Vikarin Julia Kreuch

Sonntag, 25.02.2024 11.00 Uhr
Gottesdienst

Unna: Ev. Stadtkirche Unna Vikarin Julia Kreuch